8
März
2009

Das Sein des Dichters

Gelesen am 8. März 2009 in Wels bei frauenstimmen erlesen

 

Der schönste Teppich der geknüpft, begann mit einem kleinen Faden.

Eine Note die dir leis entschlüpft, kann mehr als tausend Worte sagen.

 

Ein Gemälde das dem Blick gefällt und die Menschen Staunen macht,

geboren in einer anderen Welt, wo Mut die Feigheit nur verlacht.

 

Ein kleines Wort wird aufgegriffen, wird gewendet, wird gedreht.

Zu einem Werkzeug fein geschliffen bis man seinen Sinn versteht.

 

Nun kommt auch schon das nächste Wort, von glockenhellem Klang.

Man schafft für sie den rechten Ort, wo alles nimmt nun seinen Gang.

 

Statt Fäden Knüpfen wir Gedanken, unsere Worte beschwören Melodien.

Den reichen Farben möcht ich danken, die mir ihren Zauber liehen.

 

Dort wo man Musik vermalt und Stoffe aus den Träumen webt,

wo Gefühl in allen Farben strahlt und der Geist in helle Sphären schwebt.

 

Eine Welt die ich herauf beschwört, aber die nicht einzig mir gehört.

Eine Welt gemacht aus schönem Schein, aber auch aus wahrem Sein.

 

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