10
Mai
2010

Schreiblust-Akademie für innovatives Schreiben

HERZLICH WILLKOMMEN!

“Wir haben uns dem Schreiben verschrieben.”
Wir schreiben nicht für andere, wir zeigen Ihnen einen professionellen und lustvollen Weg zu schreiben.

Sie fragen sich wie lustvolles Schreiben funktioniert?

Ganz einfach: Mit einem raschen und innovativen Werkzeug des Schreibens wird Ihr Schreibprozess lustvoller und gleichzeitig professioneller.

Sie haben Präsentationstechniken in der Schule gelernt und besuchen trotzdem Rhetorik-Seminare?

Genauso ist es mit dem Schreiben: Unser Schulwissen reicht für die Kommunikationsanforderungen unserer Zeit nicht aus. Schreiben ist eine Schlüsselkompetenz, Schreibseminare und Schreibberatung sind ein notwendiger Teil unserer Kommunikationskultur geworden:

> Produkte / Ihr Unternehmen beschreiben und bewerben: Werbetexte, Homepages, PR-Texte etc.
> Schreiben als Kreativitätsmotor
> Schreiben Sie Ihr ExpertInnenwissen auf und publizieren Sie es
> Schreiben Sie sich Ihren Kopf frei und entdecken Sie neue Denk-Innenräume
> Schreiben Sie Ihre Abschlussarbeit rasch und professionell fertig

Für Antworten sind wir gerne für Sie da: 
office@schreiblust.at & 0660 400 50 88

Ihr Team der Schreiblust-Akademie

A K A D E M I E   -  F L U G P L A N   2010

Entfaltung mit Schreiblust

Sternstunden – Workshop
freier Schreibabend
21. Juni 2010 – Wels

Sternstunden – Workshop
freier Schreibabend
17. Mai 2010 – Wels

Schreibwerkstatt für Fortgeschrittene – Workshop
21. Juni. 2010 – Wels

Schreibwerkstatt für Fortgeschrittene – Workshop
12. April. 2010 – Wels

Sternstunden – Workshop
freier Schreibabend
12. April 2010 – Wels

Berufliches  Schreiben – Seminar
Innovative Schreibmethoden für den beruflichen Vorsprung
8. + 9. April, Wels

Schreiben Sie sich frei! – Workshop
13. 10. 2009 – WIFI Linz

Romanwerkstatt I mit Anni Bürkl - Workshop
19. + 20. Februar 2010 – Wien

Im Wendekreis der Waage – Vortrag
Vortrag + Buchpräsentation für das PGA Ried
19. 11. 2009 – Ried im Innkreis

Genial schreiben mit mehr Körperbewusstheit – Workshop
für Menschen die schreiben
13. 11. 2009 – Mühlviertel

Wissenschaftliches Schreiben – Workshop
Workshop für die Junge Wirtschaft an der Johannes Kepler Universität
12. 11. 2009 – Linz
Anmeldung: schreiblust@jw-uni-linz.at

Finde deine Berufung - Workshop
Jobben Sie noch?
3 Termine: 5. 11. + 12. 11. + 27. 11. 2009

Business Writing – Vortrag
Vortrag für NBMA-Netzwerk Büromanagement Austria: www.nbma.at
3. 11. 2009 – Linz

Schreiblust trifft “Hirsch trifft Blume” – Workshop
freier Schreibabend im Blumenladen der besonderen Art
29. 10. 2009 – “Hirsch trifft Blume” Linz

Wissenschaftliches Schreiben – Vortrag
Vortrag für die Junge Wirtschaft an der Johannes Kepler Universität
28. 10. 2009 – Linz
Anmeldung: schreiblust@jw-uni-linz.at

9
Mai
2010

Eine Speisekarte am Hafen von Vilamoura / Portugal

In der deutschen Übersetzung von Avocado-Salat in einer portugiesischen Speisekarte war Folgendes zu lesen:

Avokadosalat

Zutaten: Joghurt, Zwiebel, Anwalt, …

Anwalt? Ja. Aber nur, wer unter “Advokat” nachgeschlagen hat ;-)

4
Sep.
2009

Sprach-Verhörer

 ”An und Pfirsich” hat sie als Kind oft Erwachse sagen hören.
Bis sie es eines Tages richtig hörte: “An und für sich.”

psmola @ aboutpixel.de

Sie kennen dieses Phänomen bestimt auch bei zB fremdsprachigen Liedtexten.

Vielleicht haben Sie auch “I believe in Malcolm” im Song von Hot Chocolate gehört und erst viel später den richtigen Text verstanden:
“I believe in miracles, since you came along, you sexy thing.”

Hier können Sie Ihre Verhörer mit uns teilen und sich an den köstlichen Phänomenen der Sprache erfreuen.

Unter “Kommentare” finden Sie Einträge von BesucherInnen unserer Website:

24
Aug.
2009

Zitat von Hermann Hesse

“Lesen ohne Liebe, Wissen ohne Ehrfurcht, Bildung ohne Herz ist eine der schlimmsten Sünden gegen den Geist.” Hermann Hesse

3
Aug.
2009

Schreibgeschichten

Schreiben in einem Schreibseminar

Schreiben in einem Schreibseminar ist ein “aus der Seele Herauslassen”. Der Körper gehorcht den Sinnen, das Denken fließt in einer Einheit mit der Bewegung wortbildend von der Feder. Reinigt dadurch das Un- und Unterbewusste, schafft Freiraum durch formuliertes Archivieren des Gewesenen. Belastungen aus Privatem und Beruflichem, nicht erkannte und doch bekannte Lebensthemen haben damit eine Sprache gefunden, können bearbeitet oder abgeschlossen werden. Eine wunderbare Möglichkeit ohne Verletzung am eigenen Selbst zum Ich zu finden.
Hermann Proyer, Architekt in Steyr/OÖ

Frauen
Frauen riechen wie ein frischer Morgen im Sommer wenn es in der Nacht geregnet hat und noch einzelne Tropfen in den Grashalmen hängen.
Frauen fühlen sich weich an, wie ein Polster der mit Daunen gefüllt ist.
Frauen schmecken wie scharfer Chili und Schokolade.
Frauen sehen aus wie ein Apfelbaum mit vielen Äpfeln kleine, große, runde, rote, jeder sieht auf seine Art gut aus.
Frauen hören sich an wie eine Orgel. Dunkle Töne, helle Töne und viel dazwischen.
Frauen schmecken wie eine frische Bachforelle.
Frauen sind wie das lebendige Leben.
Ingrid Niederer, Linz


8
März
2009

Halb ja, ½ 9

Gelesen am 8. März 2009 in Wels bei  frauenstimmen erlesen

Halb ja, ½ 9

Schon wieder zehn vor sieben. Der Radiowecker hat eine LED-Anzeige. Er hat eine LED-Anzeige gekriegt wegen unerlaubten Nichtleuchtens.
Ich wollte heute etwas früher aufstehen. Aber ich steh nicht auf. Ich bin keine Aufständische. Dabei sollte ich endlich einen Aufstand machen! Ich komme einfach nicht auf. Es ist kein Aufkommen. Erhöhtes Verkehrsaufkommen auf der A1. Mit Behinderungen ist zu rechnen. Klammer auf: fünf Sehfehler minus zwei Hörschäden plus zwei spastische Lähmungen, Klammer zu, hoch drei istgleich x.
Ich kann nicht einfach so in den Tag hinein leben. Aber wohin sollte man eigentlich sonst leben als in den Tag hinein? Das eigene Leben beleben als rechtmäßigen Lebensraum. Mein Lebensraum ist ohnehin recht mäßig.

Ich habe mir die Haare total verlegt. Ich bin Verlegerin! Ich habe meine Haare in Verlegenheit gebracht. Wahrscheinlich sind sie deshalb rot. Und die Haut auf meiner Stirn ist schon wieder trocken und schuppig. Die Creme einziehen lassen. Die Creme hält Einzug.
Was soll ich anziehen? Das Strickkleid? Praktisch ist es nicht, aber hübsch. Hübsch unpraktisch! Ich kann es nicht selber waschen. Ich muss es in die Putzerei bringen. Da wird es sauber teuer. Es ist wohl aus Wolle. Ein Kleid aus Wohlwollen wäre mir lieber oder eines aus Wirkstoff, in dem ich super wirke, oder aus Süßstoff, in dem ich süß ausschaue. Wasserstoff für Bademoden, Schulanzüge aus Lernstoff, Uniformen für die Postler aus Botenstoffen! Der Stoff, aus dem die Träume sind… Nicht mehr träumen jetzt, Frühstück machen!

Die Waschmaschine ist fertig. Ich muss die Wäsche raushängen. Mir hängt die Wäsche raus! Die Wäsche aufhängen. Zum Henker mit der Wäsche!
Das Bett wollte ich auch überziehen. Das Bett einer Überziehung unterziehen. Dem Bett werd ich eins überziehen! Eine etwas überzogene Reaktion.
Mein Konto ist auch frisch überzogen. Man sollte mir einen Kreditschutzverband anlegen! Bei der Bank habe ich einen Überziehungsrahmen. Vielleicht ginge das Bettenmachen auch leichter mit einem Überziehungsrahmen?
Nun erst einmal frühstücken und dann die Küche fertig machen. Die werde ich fertigmachen, die Küche!

Heute muss ich kochen. Gestern haben wir von der Pizza in den Mund gelebt. Heute muss ich etwas Richtiges kochen, nicht bloß Fast Food. Fast Essen. Beinahe echt… Nach dem Frühstück muss ich einen Einkauf hinlegen. Lieber würde ich mich selber wieder hinlegen. Aber ich muss Besorgungen machen. Ich bin besorgt. Ich bin besorgt wegen all der Besorgungen.
Einen Einkaufszettel schreiben. Der Kugelschreiber greift nicht an. Der Kugelschreiber hat einen Nichtangriffspakt mit dem Papier geschlossen. Der Nichtangriffspakt konnte nicht unterzeichnet werden, weil der Kugelschreiber nicht angegriffen hat… Ich brauche einen angriffslustigen Kugelschreiber, einen Kuli, einen Diener, einen Sklaven!

Der Kater hat gestern schon wieder einen Teller zerbrochen. Es ist eine Katerstrophe mit ihm! Aber das ziehe ich ihm vom Whiskas ab…
Ich sollte in den Supermarkt fahren. Da könnte ich gleich ein paar neue Teller besorgen und Glühbirnen. Gestern hat es einen Kurzschluss gegeben. Ich brauche eine neue Glühbirne für die Vorzimmerlampe und gleich ein paar als Ersatz. Ersatz bekommt man in einer Ersatzhandlung. Einen Kurzschluss bekommt man in einer Kurzschlusshandlung.
Bei der Trafik muss ich auch vorbei, einen Lottotipp abgeben. Es ist eine Doppeljackpot-Runde. Noch rasch den Tisch abräumen. Den Tisch und den Gewinn abräumen, die Kredenz und das Geld abstauben!
Es schneit. Das heißt, ich muss das Auto abkehren. Dieses dauernde Abkehren vom Auto führt bei mir noch zu einer gänzlichen Abkehr vom Auto.

Felix braucht ein neues Schulheft in Mathematik. Wir haben noch eines vom Vorjahr, wo nur die ersten beiden Seiten beschrieben waren. Ein neues Etikett drauf geklebt und fertig! Aber diese gummierten Etiketten haben nur auf den alten Schulheften gehalten. Die neuen mit den extrem glatten Umschlägen sind unbeschriftbar. Unbeschreiblich! Nicht zu etikettieren. Keine Etikette mehr heutzutage! Da muss ich also ein neues Heft kaufen. Was wollte ich noch kaufen? Ich kann mir nichts merken. Unmerklich vergesse ich alles. Ich bleibe unbemerkt.
Ah, ja, einen Bimsstein in der Drogerie! Ich habe eine Hornhaut auf den Fersen. Die Hornhaut ist mir auf den Fersen. Wie ihr entkommen? Fersengeld geben oder Fersensporn?

Erst einmal die Ärmel aufkrempeln, um den ganzen Krempel in den Griff zu kriegen: in der Küche ein Geschirrberg, im Bad ein Wäscheberg und ein Schachtelberg im Wohnzimmer. Alban Berg kann ich mir anhören dazu…! All das halb sortierte Zeug für die E-bay-Versteigerungen. Ich muss gleich einmal ins Internet einsteigen, um zu sehen, ob der alte Matador-Baukasten verkauft wurde. Gestern war Auktionsschluss. Ins Internet einsteigen – wie wahr! Ich muss über einen Berg Schachteln drüber steigen. Eine Wohnung für Einsteiger…
Der ganze Aufwand für ein paar Euro. Wenig – weniger – wenigstens! Versteigerungen: gut – besser – bestens;  hoch – höher – höchstens; weit – weiter – im weitesten Sinn; klein – kleiner – kleinlich; rasch – rascher – rush hour.

Jetzt ist endlich Schluss mit der E-bay-Versteigerei. Ich hab mich da verstiegen, hinein gesteigert.
Weg mit den Schachteln! Einstweilen unters Bett. Unter dem Bett ist es saudreckig. Da sollte ich wieder einmal saugen. Sau-Gen. Ich hab ein Sau-Gen, aber ich bräuchte ein Saug-Gen.
Der Baukasten hat fünfundsiebzig Euro gebracht. Das lass ich mir gefallen! Ich lass mir viel zu viel gefallen…
Die Briefmarkensammlung könnte ich auch verkaufen. Eigentlich interessiere ich mich nicht mehr dafür, obwohl ich schon fast dreißig Jahre sammle und einige schöne Stücke dabei sind. Vielleicht sollte ich sie doch wieder einmal anschauen? Mit Lupe und Pinzette! Ich hab gar keine Briefmarkenpinzette mehr; nur eine Pinzette zum Augenbrauen zupfen. Augenbrauen zupfen und Briefmarkensammeln… Ich hab mein Leben im Pinzettengriff!

Ein paar Tage war ich krank. Nun befinde ich mich bereits auf dem Wege der Besserung. Ich mache bereits Besserungsanstalten. Heute bin ich eigentlich schon putzmunter. Soll ich putzen? Ich muss das Chaos in der Wohnung konsequent angehen, weil es mich schon angeht. Aber ich bin nicht konsequent. Nicht einmal ein Konsequäntchen! Ich hab keinen Biss. Nicht einmal ein bisschen.
Dieser ewige Alltagstrott! Bin ich ein Alltagstrottel?

8
März
2009

Spiegelbild

Gelesen am 8. März 2009 in Wels bei frauenstimmen erlesen


 

Wolken ziehen wie weiße Schiffe,

über endlos blaue See,

die Gischt braust auf Korallenriffe,

wie ist so weich der Klee.

Warme Strahlen kitzeln keck,

meine Arme, mein Gesicht,

welch friedvoll schöner Ruhefleck,

der Sicherheit verspricht.

 

Ein lautes Rattern, ein Getöse,

stört die heilige Natur.

 Meine Ahnungen sind böse, doch ich lausche einfach nur.

Schwarze Drachen, Rauch und Feuer,

zeigen ihre Schreckensmacht,

fürchterliche Ungeheuer,

ein Inferno wird entfacht!

 

Wie um mich zerfällt die Welt und mein Atem mir vergeht,

seh ich was vom Himmel fällt und plötzlich vor mir steht.

„Bin die Ursach deiner Qualen, dieser Monster Herr und Wille,

sieh wie wir dir stahlen, deine trügerische Stille!“

Wie windet sich mein armes Herz, hernieder fällt der Regen,

flammend schneidet mich der Schmerz, ich stell mich ihm entgegen!

Doch ein Blitz erleuchtet sein Gesicht und meine Hände halten ein,

was das kurze Licht gezeigt, kann nur mein eigner Spiegel sein!

 

 

8
März
2009

Das Sein des Dichters

Gelesen am 8. März 2009 in Wels bei frauenstimmen erlesen

 

Der schönste Teppich der geknüpft, begann mit einem kleinen Faden.

Eine Note die dir leis entschlüpft, kann mehr als tausend Worte sagen.

 

Ein Gemälde das dem Blick gefällt und die Menschen Staunen macht,

geboren in einer anderen Welt, wo Mut die Feigheit nur verlacht.

 

Ein kleines Wort wird aufgegriffen, wird gewendet, wird gedreht.

Zu einem Werkzeug fein geschliffen bis man seinen Sinn versteht.

 

Nun kommt auch schon das nächste Wort, von glockenhellem Klang.

Man schafft für sie den rechten Ort, wo alles nimmt nun seinen Gang.

 

Statt Fäden Knüpfen wir Gedanken, unsere Worte beschwören Melodien.

Den reichen Farben möcht ich danken, die mir ihren Zauber liehen.

 

Dort wo man Musik vermalt und Stoffe aus den Träumen webt,

wo Gefühl in allen Farben strahlt und der Geist in helle Sphären schwebt.

 

Eine Welt die ich herauf beschwört, aber die nicht einzig mir gehört.

Eine Welt gemacht aus schönem Schein, aber auch aus wahrem Sein.

 

8
März
2009

Frauenstimmen erlesen

frauenstimmen erlesen

 

Schreiblust veranstaltet anlässlich des internationalen Frauentages 2009
die Frauenlesung “Frauenstimmen erlesen”

17 Frauen lesen aus ihren eigenen Werken oder Texte anderer Autorinnen. Die musikalische Begleitung kommt von der Trommlerinnengruppe urDrummer.

Herzlichen Dank an die Volksbank Wels, sie hat uns den wunderschönen Maximiliansaal, der Platz für 150 Gäste bietet, zur Verfügung gestellt.

Wann: Sonntag, 8. März 2009
Wo: Maximiliansaal der Volksbank Wels, Pfarrgasse
Beginn: 18:oo Uhr, die Parkgarage der Volksbank ist ab 17:oo geöffnet
Rahmen: Buffet, freiwillige Spende, anschließendes Networking

Die Texte der Autorinnen finden Sie rechts oben in der Themen-Wolke:

Daniela Meisel

Gabriela Bley

Magdalena Ecker

Gabi Müller

Rita Silber


8
März
2009

Wunderbar

Gelesen am 8. März 2009 in Wels bei frauenstimmen erlesen


Ich bin jetzt ihr neuer Liebling. Deshalb herrscht Zoff in unserer Lade. Das kommt nicht so gut, wenn immer nur einer dran darf und die anderen lasch rumhängen. Das mögen wir gar nicht. Bei uns, da möchte jeder gerne ran. Ehrlich, ich kenne Männer, die hätten meinen Job auch gerne. Aber nichts da, den lass ich mir nicht nehmen. Nein!


Ich meine, es wird Wäscheladen geben, wo die Kollegen froh sind, wenn sie liegen bleiben dürfen. Ja, schlepp du mal den ganzen Tag Melonen! Das ist anstrengend, geht ganz schön auf die Bänder…

Die sind am Ende völlig schlapp und ausgeleiert, froh über jede Verstärkung.


Bei uns ist das anders. Da sehen selbst die Alten noch spitze aus. Unsere Abteilung ist ehrlich gesagt überbesetzt. Wir sind eine ganze Brigade und jeder hätte den Job gern für sich alleine. Wir leisten keine Schwerarbeit – ganz anders, als die Kollegen aus der DD-Liga.

Wir sind bloß Verpackung  … also meine Freunde hier auf jeden Fall!

Doch ich verfüge über besondere Qualitäten! Wer seinen Job gut macht, sorgt für Aufsehen und Bewunderung. Und darum nimmt sie jetzt immer mich.


Dabei ist unser Regiment beachtlich. Spitze, Tüll, Satin und Seide … Balconnet, Corbeille und    also … ha! – letztens, da ist was Lustiges passiert. Muss ich schnell erzählen: Unsere Lade geht auf, und wir alle ganz hoffnungsfroh … Schreck!

Furchtbar altes, runzeliges Gesicht guckt uns verdutzt an. Alle weichen wir zurück. Ganz in den hintersten Winkel.


Das Runzelgesicht klatscht in die Hände und ruft: „Komm mal her! So was hast du noch nicht gesehen!“

Zweites Gesicht taucht auf. Gemeinsam bestaunen sie uns.

„Wie viele sind das?“ Kopfschütteln.

„Also ich hab nur drei. Und das hier, das sind hm, hm … also … Guck dir den an!“  Eine Hand wühlt durch unsere Reihen und fischt mich raus. Sie spannt mich über ihre Faust – die passt grad so mit ach und krach in mein Körbchen.

„Wozu braucht sie nur so viele dieser … Nussschalen? Mehr ist das ja nicht!“ „Jetzt schau her!“ Sie inspiziert mich skeptisch. „Der ist ja … AUSGEPOLSTERT! Macht mehr rein, als wirklich drin ist. Das ist ja sonderbar“

Nö, ist es nicht. Das ist WONDERBRA!